Kieztreff-Fördermittel verschwunden..?
25.Februar 2008
Am 12. Februar verweigerte der Bürgerverein Gleimviertel e.V. die Einsicht in die, den Kieztreffumbau betreffenden, Abrechnungen. So konnten leider die Vorwürfe gegen den amtierenden Vorstand nicht ausgeräumt werden und es muss davon ausgegangen werden, daß nun juristische Schritte Licht ins Dunkle bringen müssen.
Der Kieztreff war nach einem Votum des Vergabebeirates mit 45.000 EUR aus den Mitteln des Förderprogramms “Soziale Stadt” gefördert worden. Schon während der Umbauphase entstand bei Anwohnern der Eindruck, daß die vom Bürgerverein für den Umbau empfangenen Fördergelder nicht Projekt-bezogen verwendet wurden.
Entgegen des Beschlusses der letzten Kiezkonferenz wurde betroffenen Anwohnern die Einsicht in die Unterlagen wiederholt verwehrt und Nachfragen aus dem Weg gegangen. Die wenigen verfügbaren Informationen scheinen ein Vorstandsmitglied zu belasten, das entgegen der aktuellen Vereinssatzung des Bürgervereins, finanziell erheblich von den Fördermitteln des Umbaus profitiert hat.
Eine Gruppe von Anwohner sammelt nun weitere Hinweise, um den Fördermitteln auf die Spur zu kommen. Hinweise können per Mail oder im Kommentarfeld abgegeben werden.
Artikel gespeichert unter: Kieztreff
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1. Bodo Schliefke | 27.Februar 2008 at 10:22
Meine Meinung zum Problem:
Der Kieztreff, dessen Träger der Bürgerverein Gleimviertel e.V. ist, sollte für die Belange der Anwohner umgebaut werden.
Die Anwohner beschlossen deshalb, aus dem Fonds Soziale Stadt dem Bürgerverein Gleimviertel e.V. Mittel für den Ausbau des Kieztreffs bereitzustellen.
Aufgrund der lückenhaften Informationspolitik des Bürgervereins vor, während und nach dem Kieztreffausbau sowie vieler aufgeworfener Fragen wurde eine Kiezkonferenz unter Teilnahme von Vertretern des Bürgervereins einberufen. Begründet im entstandenen Misstrauen, wurde beschlossen, dass der Bürgerverein Gleimviertel e.V. zum festgelegten Termin die Abrechnung zum Kieztreff offen legen soll. Der Stand des Umbaus sollte dann auch besprochen werden.
Da der Bürgerverein nunmehr, den Anwohnerbeschluss missachtend, keine Abrechnung vorlegte, ist es logisch, dass sich das Misstrauen der Bürger verstärkt. Nicht weniger Vertrauen schädigend ist m.E., dass der Bürgerverein mit einem im Nachhinein gefassten Vereinsbeschluss zur Neuregelung der Rechnungsprüfung sich über den Beschluss der Kiezkonferenz stellte, diesen sogar negierte.
Was treibt den Bürgerverein dazu, demokratisch getroffene Anwohnerentscheidungen zu übergehen? Hat er sich nicht mit seiner Vereinssatzung u.a. der Aufgabe verschrieben,
„Bürger zur aktiven Mitgestaltung und die Schaffung von Möglichkeiten“ anzuregen und
„mit gleichartigen gemeinnützigen Vereinen und Stadtteilinitiativen, Initiativen im In- und Ausland“ zusammenzuarbeiten?
Es klingt absurd, aber manchmal habe ich das Gefühl, als haben Verantwortliche des Bürgervereins Gleimviertel e.V., das Leben im Gleimkiez betreffend, nur ein Hauptziel: Eigene Ideen für ein Gleimkiez „durchzupauken“ und hörige Bürger und Initiativen zum Mitmachen heranzuziehen.
Das wäre eine unhaltbare Verdrehung des versprochenen Vereinszwecks.
Wenn der Bürgerverein Gleimviertel e.V., die Rechnungen nicht, wie von den Anwohnern demokratisch beschlossen, offen legt und auf die berechtigt aufgeworfenen Fragen zum Kieztreffumbau eingeht, bleibt m.E. keine andere Wahl, als juristische Schritte (ich weiß nicht wie) einzuleiten.
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